Portrait - Vom Antlitz zum Selbst (Tagesseminar)

Termine: 26.09.2020 - 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Auf Anfrage auch als Wochendseminar buchbar (Sa & So, jew. entsprechend zum doppelten Preis) Mittags- und Kaffeepausen sind eingeplant. Getränke und Kuchen sind im Preis enthalten. Teilnahmegebühr: 60,00 € (inkl. 19% Mwst.)/ ermäßigt 50,00 € (inkl. 19% Mwst.)* *ermäßigt für Schüler, Azubis, Studenten und Rentner  Es wird empfohlen, eigenes Zeichenmaterial mitzubringen, sowie einen getönten A2-Zeichenblock (es werden viele Zeichenblätter benötigt) Wie geht man am besten vor, um ein Portrait zu malen? Was ist zu beachten, um Wiedererkennbarkeit zu erreichen und für Fortgeschrittene: wie haucht man der dargestellten Person Seele ein?
Seit alters her steht der Mensch im Zentrum aller Künste – nicht nur hinsichtlich seiner ideellen und mentalen Wesensart, sondern auch ganz profan in Form der Darstellung seiner ureigenen Gestalt. Das Portrait dürfte wohl in den bildenden Künsten das meist gewählte Bildthema sein. So verwundert es nicht, dass die berühmtesten Bilder in der Kunstgeschichte stets Darstellungen von Menschen sind. Kursinhalte -> Wie geht man am besten vor, um ein Portrait zu zeichnen? -> Was ist zu beachten, um Wiedererkennbarkeit zu erreichen und -> für Fortgeschrittene: wie haucht man der dargestellten Person "Seele" ein? Die Herangehensweise des Portraitierens erfolgt in mehreren Schritten, die in diesem Kurs entsprechend didaktisch vermittelt wird. Noch vor allem Wiedererkennungswert, geht es erst einmal um das Erfassen der groben Anatomie des Kopfes (z.B. über verschiedenen Haltungsstudien) und der Proportionen des Gesichtsfeldes. Wenn man diese Grundprinzipien erfasst hat, kann man sich mit der Herausforderung der "optischen" Wiedererkennbarkeit auseinandersetzen, sowie mit den Besonderheiten, die sich aus dem Spiel der Mimik und den unterschiedlichen Kopfhaltungen ergeben. Die höchste Meisterschaft besteht wohl in der "Seele“ - dem Erfassen des Wesens der dargestellten Person, jenem Aspekt, der die Handzeichnung von der profanen Fotografie unterscheidet, u.a. durch gekonnte Übersteigerungen von Proportionen und Kontrasten, sowie den geschickten Einsatz von Lichtern, Schatten und Farbigkeit ...
Zeitplan:  Der Kurs beginnt 10:00 Uhr, der Preis bezieht sich in etwa auf 8 Unterrichtsstunden (zu jew. 45 min), es bleibt also genügend Raum für Pausen (Mittagspause von ca. 12:30 bis 14:00 Uhr und Kaffee-/ Teepause ca. 16:00 bis 16:30), wobei die Zeiten je nach Elan und Energie der Kursteilnehmer etwas variieren können. Mittagspause: Im Ort Großkmehlen gibt es ein Traditionsgasthaus mit guter deutscher Küche, es ist aber auch möglich, von Ortrander Gastronomien Speisen anliefern zu lassen. Natürlich können Sie sich auch selbst etwas zu Essen mitbringen. Es lohnt sich auch ein Spaziergang durch den Schlosspark und das nähere Orts-Ensemble. Tee/ Kaffee gibt es vom Hause aus. Konkreter Ablauf: Wir beginnen in der Regel erst einmal mit einigen Lockerungsübungen (mehrere zügige fünf- bis dreiminutige Kohle-Skizzen- z.B. Ganzkörperstudien), um den Geist frei zu machen und "anzukommen" (wie auch nach allen Pausen). Und dann geht es auch schon los mit dem Portaitieren! Bis zur Mittagspause: Einweisungen zur allgemeinen Annäherung an die Materie Portrait - Erfassung des Kopfes, Einteilung und Bemessung der Gesichtspartie, Modellierung durch Anlegen von Schattierungen, bzw. Lichtern (bei mehrfarbigen Arbeiten), und die Inszenierung des Bildes durch Einbindung des Hintergrundes, dazu jeweils Übungen (unter Zuhilfenahme des eigenen Spiegelbildes/ natürlich auch der anderen Kursteilnehmer). Gemeinsame "Erarbeitung" eines Portraits (der Kursleiter demonstriert vor Ort mögliche Herangehensweisen, ein Portrait zu entwickeln, die Teilnehmer sind dazu eingeladen, einfach dem Geschehen zu folgen und an ihren Plätzen mitzumalen. Nach der Mittagspause:  Eigenständige Umsetzung des Erlernten mit ganz individueller Hilfestellung. Es besteht die Möglichkeit, sich selbst oder die anderen Kursteilnehmer zu portraitieren. Tages-Ziel sollte die Synthese aus dem eigenen Potenzial, das jeder Teilnehmer mitbringt und den neu gewonnenen Erkenntnissen sein. Ich empfehle generell bei der Teilnahme an solchen Seminaren eher auf Quantität wert zu legen, als auf Qualität, d.h. lieber eine ganze Reihe von Zeichnungen mit verschiedenen Materialien, als sich an nur einer einzigen Arbeit "festzubeißen". Es geht hier mehr um den Lerneffekt, als darum ein "perfektes" Bild herzustellen. Oft liefern die lockeren Schnellskizzen und die letzten Tagesarbeiten die besten und wirkungsvollsten Ergebnisse. Material: An Material können Sie alles mitbringen, womit Sie gerne arbeiten, bzw. woran Sie gewöhnt sind. Als Papier empfehle ich Din A2 (40 x 60 cm), wenn möglich nicht rein weiß, sondern getönt (braun oder grau). Bei getönten Papieren besteht der Vorteil, dass man mit Weißkreide sehr effektvoll Lichtpartien setzen kann. Wir haben vor Ort Papier von der Rolle, ansonsten ein Sortiment an Reißkohlen, verschiedener Kreidestifte und Pastellkreiden, sowie Acryl- und Ölfarben. Staffeleien stehen ebenfalls bereit. Falls Sie noch Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.